Mittwoch, 2. November 2011

23. Tag

Haridwar (eigentlich sollten wir im 10 Kilometer entfernten Rishikesh sein - aber gut. Die Reiseagenturleitung ist da wohl eher freizügig mit dem Begriff "Planung") ist ein weiteres Städtchen am Ganges. Es liegt ein ganzes Stück stromaufwärts und man erkennt, dass auch der Ganges mal ein sauberer Fluss war bzw. ist (in Varanasi war er in seiner trüb braunen Färbung kaum vom Sand zu unterscheiden). Hier wie dort wird kräftig in ihm geschwommen, um sich von den Sünden zu befreien (und wenn man sich so manchen anguckt, ist das Bad im Ganges grundsätzlich ein guter Schritt - zumindest hin zu einem reineren Leben, in welcher Hinsicht auch immer).

Für uns ging es jedoch erst einmal den Berg hinauf. Bis kurz vor dem Tempel. Kurz vor der hier-musst-du-deine-Schuhe-ausziehen Phase. Dann haben wir umgedreht und sind wieder runter. Da hat der Inder schön doof geguckt. Aber wir haben auch geguckt, nämlich ins Tal und auf die Stadt. Mit Tempeln ist es nämlich langsam vorbei. Erstens wurden die 15 Milliarden schon gefunden, zweitens sehen sie grundsätzlich verdammt ähnlich aus und drittens wird man dort als Tourist meist ausgezogen. Hier Eintritt, da eine Spende, der rote Punkt für 1.000 Rupien (was mich zu Spekulationen über die Herkunft von dem Vermögen unter erstens führt). Das Programm gilt aber nur für (nicht-indische) Touristen. Die Inder selbst - egal welcher Klasse und Herkunft - sind davon ausgenommen.

Aber gut. Man muss ja nicht reingehen.

Am Abend folgte dann das nächste Spektakel: auf dem Ganges wurden kleine Schiffchen aus Blättern ausgesetzt. Darin Kerzen. Dazu wurde gerungen.

Eins muss man den Indern lassen, wenn es um Stimmung und Party geht, sind sie die letzten, die in der Ecke stehen.

1 Kommentar:

  1. Juli, lebst Du noch? Wurdest Du von Eva verkauft? Hier sind immer Bilder von Eva, von Dir fehlen Beweisfotos. Habe ich einen intriganten Plan aufgedeckt?!

    Sehen uns nächste Woche hier :D

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