Donnerstag, 3. November 2011

24. Tag

Tag zwei in Haridwar. Nach dem Frühstück (wir waren recht spät und darum alleine. Uns stand also die ungeteilte Aufmerksamkeit von fünf Kellnern zur Verfügung. Damit auch jeder was zu tun hatte, kam grundsätzlich alles einzeln. Ich war schon fast peinlich berührt, dass die leere Teetasse nur von einer Person nachgefüllt werden konnte) ging es an die Tagesplanung.

Das Ergebnis war ein Tagesausflug an einen Ort mit dem klangvollen Namen "Chilla". Mitten im Naturschutzpark gelegen, machte er seinem Namen alle Ehre und lud - abseits von Smog und großer Stadt - zu einer weiteren Safari im Grünen ein.

Erstmal mussten wir aber warten. Drei Stunden. Nachdem wir fast schon davon ausgegangen waren, dass der Revierkampf zwischen einem Rudel Affen und einem Hotelbesitzer den ergreifendsten Moment des Tages ausmachen würde, ging es los. Entlang des Gangeskanals in den Dschungel. Und da waren sie: grüne Hügel im sanften Nebel - wie aus der Kaffeewerbung. Mit dem Unterschied, dass hier Cannabis und Minze statt Arabica-Bohne gedeiht. Dazwischen Pfauen, Eisvögel und Affen.

Der inhaltliche Höhepunkt korrellierte mit dem physikalischen und befand sich auf einem Berg in bzw. um einen Tempel. Dort wohnten drei Hindumönche, sogenannte "Babas". Neben einem fantastischen Ausblick über die umliegenden Täler hatten sie hier auch noch ausgezeichneten Tee. Es war einer der Momente, wo man wirklich denkt, "boah, richtig schön hier", einer der Momente, wo man alle Aufregung, alles Elend und alle Unannehmlichkeiten vergisst und sich einfach nur freut, hierhin gekommen zu sein.

Am Ende gab es dann sogar Elefanten. Groß und grau und vor allem in echt.

1 Kommentar:

  1. Freut mich, dass es Dir da so gut gefällt! Danke für die Beweisfotos und Picasa gucke ich mir hier mit euch an und lasse mich berieseln. Dazu biete ich Baozi, Jiaozi, Tee und... surprise surprise!

    AntwortenLöschen