Samstag, 5. November 2011

26. Tag

Rishikesh. Stadt der Hängebrücken und des Yoga. Die Hängebrücken sind schnell erklärt: zwei Stück, die eigentlich nur für Fußgänger zugelassen sind. Was allerdings keinen daran hindert, mit jedwedem Gefährt, das gerade noch passt, hinüberzukommen und es mit dem, das gerade nicht passt, mindestens fünfmal zu versuchen (besonders beliebt ist der Bananenkarren, an dem keiner vorbeikommt und dessen betagter Besitzer schlurfend - aber lautstark - den Gegenverkehr zum Rückzug zwingt). Zeitweise ist die Brücke daher so voller Menschen, Kühen, Motorrädern und Karren, dass man sich nicht wünscht, der verantwortliche Statiker zu sein.

Neben den Brücken gibt es noch das Yoga, ach was, die Yogen in Rishikesh. Jede noch so blanke Stelle in der Stadt wird benutzt, um Werbung für die wirklich verschiedensten Arten von Yoga zu machen. Das hat zur Folge, dass Rishikesh - als selbsternannte Hauptstadt des Yoga - enorme Massen an Menschen anzieht. Vorzugsweise westliche Touristen. Leicht erkennbar an seiner Tracht (lange Haare, Frauen oft auch sehr kurz. Pluderhose, langes, nach vorne hin offenes Hemd, dass das oft ergraute Brusthaar voll zur Geltung kommen lässt und mindestens Halskette), die zwar irgendwie alternativ wirken soll, mit den Indern selber aber wenig zu tun hat.

Gerne hätten wir selber einmal die Kraft des Yoga erlebt. Leider reicht ein Tag hierfür jedoch nicht und wir haben so den anderen beim Yoga machen am Strand zugeschaut (bisweilen sehr unterhaltsam. Es ist den Leuten zu wünschen, dass sie von dem Ganzen auch etwas haben).

Jetzt sind wir wieder unterwegs. Nach Amritsar, der letzten Station, bevor es wieder nach Delhi geht.

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