


Nachdem wir heute die Wüste verlassen haben, ging es im Auto weitere 6 Stunden gen Osten, nach Jodhpur. Auf dem Weg fällt besonders eins auf: die gähnende Leere von Stadt zu Stadt, unterbrochen nur von einzelnen Garagenhäusern, Buden und Bretterverschlägen. Dazwischen Bauern mit ihrem Land, Kamelen, Kühen und Ziegen. Von Landwirtschaft will man hier gar nicht sprechen, so weit zurück wirken die Methoden. Sieht man die Mistgabeln und Sensen, mit deren Hilfe die Garben aufgehäuft werden. Und mit welchem Tempo die Kamele diese dann in die Hütten karren, fragt man sich, ob es wirklich möglich ist, damit eine so riesige Bevölkerung zu ernähren und wenn man sich den Transport anguckt vor allem: rechtzeitig. Aber, und das haben wir hier schon oft erfahren, der Inder kriegts hin, irgendwie. Und wenn der Nachbar noch Strom braucht, wird er angeklemmt, bis der Sicherungskasten aufgibt; und dann werden Kerzen angemacht und es wird gefeiert - gemeinsam. In Indien ist man nicht alleine. Erst recht nicht im Dunkeln.
Gerade sitzen wir auf der Dachterrasse von unserem Hotel, die gleichzeitig ein Restaurant ist und von wo man eine wunderbare Aussicht auf ein Fort hat, das auf einer die Stadt überragenden Anhöhe liegt. Hier gibt es vernünftiges Essen zu unvernünftigen Preisen. Aber die Rechnung kommt ja erst nach dem Essen und man soll ja genießen, solange man kann. Bei indischen Gerichten haben wir mittlerweile einen durchfall-sicheren Favoriten: Butter Nan. Ein in der Pfanne gebackenes Brot mit Butter drauf. Nichts weltbewegendes, aber wie gesagt, es hat gewisse Vorteile, die anderes indisches Essen nicht hat.
Wir wünschen uns daher viel Glück bei der Wahl auf der Speisekarte und bestellen viele Grüße nach Hause!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen