Donnerstag, 27. Oktober 2011

17. Tag

Der Tag begann um 5.20 mit dem fröhlichen Geleut des Weckers. Keine halbe Stunde später - der Snooze-Taste sei gedankt - ging dann auch das Licht an. Widerwillig (ob der Uhrzeit) und gleichzeitig voller Vorfreude auf Bären, Leoparden und Tiger, schälten wir uns aus den Betten und waren pünktlich um 6.15 an der Rezeption, den Fotoapparat im Anschlag. Als der Safaribus dann eine höfliche Dreiviertelstunde später eintraf (durchaus nett gemeint, aber das nächste mal sollte das besser kommuniziert werden, dann haben alle was davon), ging es endlich los Richtung Dschungel, Abenteuer, Großwildjagd - dachten wir. Tatsächlich jagden wir erst einmal vornehmlich einem hinterher, nämlich der Zeit. Nachdem wir nach einer weiteren Dreiviertelstunde alle weiteren Mit-Safarier aufgesammelt hatten, ging es dann auch tatsächlich los. Die Sonne ging auf und der Zeigefinger juckte. Drum ward die erste Hirschkuh auch gleich zwanzig mal fotografiert. Danach folgten Steine, Geröll, Büsche und Bäume. Eine herrliche Landschaft, aber kein Tiger. Dann wieder Hirschkühe. Diesmal nur ein Foto. Langweilig. Wir wurden dann zu einer Stelle mit drei Affen gefahren. Dort standen schon etliche weitere Jeeps und Kübelwagen (anscheinend ein allgemeiner Notnagel - auf die Affen ist halt Verlass). So blieb für ungefähr zehn Leute je ein Affe. Wahlweise auch eine Hirschkuh. Danach ging es zurück, wobei der Fahrer noch einmal nachdrücklich und eindrucksvoll unter Beweis stellte, wie schnell man mit dem ungefederten Kübelwagen über möglichst viele Schlaglöcher fahren kann. Ich freute mich schon auf die Multifruchtmarmelade zum Frühstück.

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