In diesem Gewusel haben wir heute eine Italienerin aufgegabelt, mit der wir dann gemeinsam in den Dschungel aus Neonröhren und bester Bollywood-Musik eingetaucht sind. Mit der holprigen Motorrikscha ging es in die Stadtmitte. Der Unterschied zwischen dem Verkehr tagsüber und dem Verkehr nachts liegt darin, dass es dunkel ist (das führt zu einem weiteren Unterschied, nämlich, dass neben der Hupe nun auch noch die Lichthupe Verwendung findet. Unvermindert stark bleibt dabei stets der Einsatz der akustischen Version). Ansonsten ist die Straße gleichbleibend frequentiert. Eine Motorrikscha erlaubt aufgrund ihrer Konstruktion einen direkteren Kontakt zum Verkehr - keine Fenster, nur Stangen, Blech und Pvc.
In der Stadt bot sich dann ein Inder an, uns die Stadt zu zeigen. Es ging dann schnurstracks in einen Juwelier-Laden (jeder zweite - nein, eigentlich jeder - Guide führt einen in einen Laden, wahlweise Juweliere, Teppiche, Tee oder Textilien. Er bekommt dann eine Kopfprämie und man selbst schlägt sich mindestens eine Viertelstunde mit mehr oder weniger interessanten Produkten herum. Zumindest gibt es immer mindestens ein Gratisgetränk). Wir gingen also weiter durch die Stadt und berauschten uns an dem kunterbunten Lichtermeer, wobei der Rausch auch aus dem Gemisch aus unverbranntem Benzin, sehr wohl verbranntem Öl und dem Duft von unzähligen Räucherstäbchen verursacht worden sein könnte.
Eins noch kurz am Schluss an alle Tempelbesitzer mit Tempelanlagen auf relativ hohen Bergen: bringt doch bitte auch ganz am Anfang der Stufen ein Schild an, dass ihr Öffnungszeiten habt. Danke.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen