Mittwoch, 19. Oktober 2011

9. Tag

Der neunte Tag neigt sich dem Ende zu und wir ziehen wie jeden Abend ein Resümee. Zuerst einmal - was für ein Tag! Begonnen hat er mit einem weiteren Fort mit einer weiteren Audioführung, die einem quasi zu jeder noch so kleinen Kitsche im Beton - oh, pardon - rotem im örtlichen Steinbruch handgeschlagenem Wüstensandstein, den es definitiv nur einmal und dann auch nur hier gibt, eine Geschichte erzählen konnte (eindeutiger Vorteil von Audioführungen: der Forward-Knopf). Es wäre also recht eintönig geblieben, wäre nicht eine Busladung West-Bengalischer Mädchen aufgekreuzt, die mit ihrem Klassenlehrer auf der Klassenfahrt eben jenes Fort besuchten. Nicht nur, dass die Mädchen den drollig brabbelnden Audioguide übertönten und lautstark nach mehr als nur dem ein oder anderen Foto mit uns als weißen Touristen verlangten, nein, der Klassenlehrer feuerte sie dazu auch noch an. Als dann auch noch Musik von der Seite spielte brachen alle Hemmungen und erst wurde Eva, dann ich in den Kreis frenetisch tanzender und vergnügt johlender Mädchen mit einbezogen. Unversehens stand ich im Zentrum einer ausgelassen tanzenden Menge. Anfangs peinlich berührt, ging es dann auch mit uns richtig ab (wie man halt so abgeht mit Kamera in der Rechten, Audioguide in der Linken und Wasserflasche unterm Arm).

Danach ging es dann mit dem Auto nach Ranakpur. Ranakpur liegt am Rande des Dschungels und verspricht daher Affen, Elefanten, Tiger und Malaria. Entsprechend ausgerüstet haben wir unser Zimmer in eine Festung verwandelt, zumindest was die Mücken betrifft.

Am Abend haben wir uns dann noch mit unserem Fahrer unterhalten, der uns kurzerhand für die letzte Nacht in sein Haus zu seiner Familie eingeladen hat. Außerdem sind wir mit ihm bei ein paar Bauern gewesen, die mitten im Busch unter ein paar losen Holzplanken leben. Die Einladung was so spontan wie herzlich: ein kleiner Junge lief uns über den Weg und fragte, ob wir zu ihm nach Hause wollten. Der Spaß wurde ernst und keine zwei Minuten später saßen wir vor dem Bretterverschlag seiner Familie (Hütte wäre zu viel gesagt und an ein Haus würde man bei so etwas gar nicht denken). Aus dem Bretterverschlag holte die Mutter dann ein paar Früchte (ich weiß bis jetzt nicht was das war, aber es war süß und ich lebe noch, also bestimmt Früchte) und die Kinder drucksten vergnügt um uns herum. Morgen werden wir sie wiedersehen, wir sind zum Tee eingeladen, diesmal von der Mutter der Familie.

Am Ende eine Frage, vielleicht kann mir da jemand per Mail helfen oder eine Anleitung geben: wie und wo kann ich viele und vor allem größere Fotos einfach und kostenlos hochladen und dann veröffentlichen, am besten hier im Blog?

1 Kommentar:

  1. hey ihr zwei, habe heute erst von eurer reise und diesem blog erfahren und werde von nun an eure erfahrungen und erlebnisse mit verfolgen.
    bezüglich der foto-frage kann ich euch picasa emfpehlen, eine kostenlose software von google, welche darauf ausgelegt ist fotos zu veröffentlichen bzw für freunde und familie zugänglich zu machen. ich selbst habe dieses programm auf meinen reisen oft genutzt und gute erfahrungen damit gemacht.
    euch weiterhin alles gute und eine tolle zeit in asien. gruß, tobias

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